Press Notes

Genre Short Documentary
Laufzeit 30 Minuten
Produktionsland Brasilien / Deutschland
Aspect Ratio 2,385:1
Vorführformat Color DCP 2K
Sound 5.1 surround
Sprache Portugiesisch
Untertitel Deutsch / Englisch
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Brasilien erlebt seit der Wirtschaftskrise in 2014 eine Rückkehr in reaktionäre und konservative Ideologien. Freiheit und Kultur sind massiv eingeschränkt und AktivistInnen werden verfolgt und sogar ermordet.


Portraits of Resistance erzählt durch sensible Beobachtungen und persönliche Momente, wie sich fünf Musikerinnen mit ihrer Arbeit gegen diese Unterdrückung in der brasilianischen Gesellschaft wehren.

Sie sind eine bunte Mischung aus Afrobrasilianerinnen, Frauen aus den Favelas und der LGBTQ-Szene.  Mit der Kraft ihrer Stimmen kämpfen sie täglich für die Demokratie ihres Landes und die Rechte der sozialen Minderheiten.

 

Mit mutigen Frauen und ihrer kraftvollen Musik zeigt Portraits of Resistance die Realität eines politisch geteilten Landes und den Beginn einer Revolution in Lateinamerika.

DIE SITUATION IN BRASILIEN

Frauenmordrate 74% höher als im Weltdurchnitt.

60,018 Vergewaltigungen in nur einem Jahr (2017).

Nur 10,4% der schwarzen Frauen 

beenden ihre Schulzeit.

Die Rolle von Musik

Musik spielt eine große Rolle in der Ermutigung und Aufklärung der Frauen in Brasilien, die außerhalb die Mainstream Media nicht viele Möglichkeiten haben sich zu informieren. Vor allem in den Favelas, wo Funkmusik sehr populär ist, sind Funksängerinnen große Vorbilder und haben dadurch die Möglichkeit, Frauen über ihrer Rechte zu informieren, über häusliche Gewalt aufzuklären und in einem offener Raum über Sexualität zu reden.

Die politische Rolle von Musik ist sehr präsent in der Geschichte der brasilianischen Demokratie. Seit der Zeit der Kolonialisierung war Musik eine wichtige Waffe in dem Kampf für soziale Rechte, zum Beispiel 

beim Capoeira und der Samba Musik. Dann während der Militärdiktatur von 1964, wurden viele Künstler und Künstlerinnen, die dem Regime gegenüber kritisch waren, gefoltert und ermordet. Heute, im Jahr 2020, erlebt das Land eine Rückkehr in die dunklen Zeiten von Zensur und Populismus. Der Kullturminister zitiert in einem Video über sein Projekt für die Kulturförderung des Landes sogar den Nationalsozialisten und engen Vertrauten Adolf Hilters, Joseph Goebbels. 

In den letzen drei Jahren wurden mehr als 40 Werke zensiert, weil sie Themen wie Sexualität, Religion, Gender, Feminismus oder Kritik am Staat thematisiert haben. Weiterhin steht Brasilien heute an Platz vier, wenn es um die Ermordung von Menschenrechts-AktivistInnen geht. Dazu zählt die Stadträtin Marielle Franco, die in Rio de Janeiro vor einem Jahr mit vier Kopfschüssen niedergestreckt wurde, weil sie eine starke Verteidigerin von Menschenrechten und Minderheiten war. Zwei der porträtierten Musikerinnen im Film waren ihre enge Freundinnen und werden selber regelmäßig bedroht.

Links zur Recherche

http://censuranaarte.nonada.com.br/ - unabhängige JornalistInnen des Goethe Instituts, unterstützt mit einer Auflistung und Karte über Zensurfälle seit 2017 in Brasilien.

https://www.frontlinedefenders.org/en/reports - "Stop the Killings" analysiert die Ursachen für die Tötung von Menschenrechts-AktivistInnen in Brasilien, Kolumbien, Guatemala, Honduras, Mexiko und den Philippinen.

https://www.frontlinedefenders.org/sites/default/files/2-brazil.pdf

https://www.dw.com/de/ein-jahr-nach-dem-tod-von-marielle-franco-marielle-anwesend/a-47904228 Artikel von Thomas Milz für die DW über den Mord von Marielle Franco, Aktivistin für Menschenrechte in Rio de Janeiro.

http://www.onumulheres.org.br/areas-tematicas/fim-da-violencia-contra-as-mulheres/ - die oben genannten Statistiken über die Gewalt gegen Frauen stammen aus Daten von die UNO-Frauen (United Nations Organisation für Frauenrechte).

http://www.forumseguranca.org.br/wp-content/uploads/2019/06/Atlas-da-Violencia-2019_05jun_vers%C3%A3o-coletiva.pdf - aktuelle Mordraten Daten von der "Institute for Applied Economic Research" und der "Brazilian Forum for Public Security".

https://libguides.lib.msu.edu/Gouveia - Auswahl an diversen Bücher, die als Recherche gelten, über die Rolle von Musik in der Militärdiktatur von Brasilien zwischen 1964-1985.

https://books.google.com.br/books?id=uDRyDwAAQBAJ - "Frauen in der Favelas: Frauenmacht in Volksgebieten" von Nilza Rogéria Nunes - Promotion in Sozialarbeit, Master in Psychosoziologie und Abschluss in Sozialarbeit an der Bundesuniversität in Rio de Janeiro. Professorin an der PUC Universität Rio de Janeiro.

http://www.ufjf.br/facom/files/2014/03/finalmente-.pdf - Monographie von Raíra Gomes Garcia an der Federal University Juiz de Fora, über die Frauenrolle in der Musik von 1941 bis 2004 unter der Beratung von Prof. Dr. Potiguara Mendes Junior.

© 2020 Portraits of Resistance - Dokumentarfilm

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